Was ist Psoriasis?

Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, welche die Haut und auch die Gelenke betreffen kann. Auf der Haut ist die Psoriasis insbesondere durch die Bildung von typischen Plaques (Schuppenflechten) erkennbar.

Psoriasis (Schuppenflechte) leitet sich vom griechischen Wort „psao“, zu Deutsch „kratzen“. Aufgrund dieser Hautveränderungen wird sie auch Schuppenflechte genannt. Bei vielen Patienten ist aber nicht nur die Haut, sondern mitunter auch Gelenke betroffen. Trotz der teilweise massiven Symptome ist die Schuppenflechte nicht ansteckend, sondern beruht auf einer Fehlfunktion des körpereigenen Immunsystems. Psoriasis wird zudem oft von Stoffwechselerkrankungen oder auch Herz-Kreislauf-Krankheiten begleitet.

Mehr als nur eine Hautkrankheit

Psoriasis ist nicht nur ein kosmetisches Problem: Sogar Patienten mit milden Symptomen sind in ihrem Alltag eingeschränkt.

Aufgrund des körperlichen Erscheinungsbildes von Psoriasis führt diese Erkrankung oft zu psychischen Problemen wie Depression und Ausgrenzung. Menschen mit geringer Ausprägung der Hautsymptome fühlen sich bereits in ihrem Alltag beeinträchtigt. Besonders schwerwiegend kann die Einschränkung der Lebensqualität sein, wenn die Krankheit gut sichtbar ist, wie etwa im Gesicht.

Symptome und Begleiterkrankungen

Die am häufigsten befallenen Hautregionen sind Ellbogen- und Kniegelenke, der Bereich des Kopfes oder die Nägel. Die befallenen Stellen sind silbrig-weiss geschuppt.

Patienten mit Psoriasis erkranken häufiger an Stoffwechselerkrankungen wie Typ II Diabetes. Weiters besteht bei diesen Patienten ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Übergewicht und Depression treten bei Erkrankten viel häufiger auf als bei Gesunden.

Was sind die Ursachen der Psoriasis?

Die genauen Ursachen der Psoriasis sind noch nicht vollständig geklärt. Ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen können die Erkrankung auslösen oder verschlechtern. Es ist nicht vorhersehbar, ob und wann eine Psoriasis auftreten wird.

Zu den Umweltfaktoren, welche zu einer Verschlechterung der Psoriasis beitragen können, zählen Infektionen, Medikamente, Übergewicht und Tabakrauchen. Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss von Stress: Familiäre Probleme oder Druck in der Arbeit wirken sich negativ auf die Entwicklung der Psoriasis aus.

Psoriasis ist nicht nur eine Erkrankung der Haut
40%

Bis zu 40% der Betroffenen entwickeln zusätzlich eine Psoriaris-Arthritis

Bei etwa einem Viertel der Patienten mit Hautsymptomen treten zudem enzündliche Gelenkerkrankungen auf, die Schmerzen, Steifheit und Schwellungen verursachen können.

Die Psoriasis unterteilt sich in folgende Formen:

  • Plaque Psoriasis (Psoriasis vulgaris): Sie ist der häufigste Typ der Psoriasis. Die geröteten silbrigen Schuppen können auf der gesamten Körperoberfläche auftreten. Von diesen Veränderungen, den Plaques, leitet sich der Name ab – „Plaque-Psoriasis“. Einige Patienten leiden zusätzlich an Psoriasis der Finger- und Zehennägel (Nagelpsoriasis). Typisch sind dabei kleine Dellen (Tüpfelnägel), Verfärbungen (Ölflecken) und das Abheben der Nagelplatte.

 

  • Psoriasis-Arthritis: Die Betroffenen leiden zusätzlich an Arthritis, einer Entzündung der Gelenke, vor allem der Finger- und Zehengelenke.

 

  • Psoriasis guttata: Diese oft stark juckende Form tritt häufig nach Infektionen auf und ist durch zahlreiche kleine Psoriasisherde gekennzeichnet („Guttata“ bedeutet punktförmig).

 

  • Psoriasis pustulosa: Bei dieser seltenen Sonderform bilden sich eitrig gefüllte Blasen auf geröteten Hautstellen. Es können nur einzelne Stellen (etwa Handflächen und Fußsohlen) oder aber auch die gesamte Körperoberfläche betroffen sein.

 

  • Nagelpsoriasis: Nagelveränderungen können bei jeder Form der Psoriasis vorkommen. Bei rund der Hälfte der Patienten sind die Fingernägel und in einem etwas geringerem Ausmaß die Zehennägel betroffen.